Ein bisschen Paleo

Und nachdem ich den Blogpost, der eigentlich letzte Woche hätte online gehen sollen und der mir dann den Arsch beim Ironblogger Hamburg gerettet hätte, nun endlich online gestellt hab, kann ich mich meiner Kernkompetenz wieder widmen: dem Kochen und darüber bloggen.

Nebenan blubbert es, meine Zunge ist schon ganz wund vom Ablecken der Finger, die zuvor Chili geschnitten haben. Gebe ich also Meldung, was wir heute Abend essen.

Kürbis-Chili-Topf (4 Personen)

500g Hackfleisch
250g Steak (ich hatte zwei Huftsteaks)
1 Hokkaido-Kürbis
1 Butternusskürbis (meiner war relativ klein)
2 rote Paprika, fein gewürfelt
1 rote Zwiebel, fein gewürfelt
2 kleine Dosen (oder eine große) Tomaten in Stücken
1 Glas Rinderfond
Tomatenmark (etwa eine kleine Tasse voll)
optional: 1-2 frische Chilis oder Peperoni (ich hatte eine grüne)
Gewürze: Chilipulver, Kreuzkümmel (Cummin), Knoblauchpulver, Paprikapulver
Saucen: Sun Dried Tomato-Sauce von Heinz (oder eine vergleichbare), Barbecue-Sauce, Chili-Sauce…
Honig
1-2 Prisen Zucker
1-2 Bund Koriander
Salz und Pfeffer, am besten beides frisch gemahlen

Die Kürbisse putzen und ggf. schälen (nur den Butternuss!) und dann in ca 2-3 cm große Würfel schneiden. Das Steak ebenfalls grob würfeln (1-2cm). Paprika in ca 1cm große Stücke schneiden, Zwiebel fein würfeln.

In einem großen Top etwas Olivenöl erhitzen und darin (am besten in mehreren Schüben) das Hackfleisch und das gewürfelte Steakfleisch auf hoher Hitze bräunen. Wenn alles Fleisch braun ist, die Kürbiswürfel, die Paprika und die Zwiebel hinzufügen und unter Rühren ein paar Minuten braten. Der Kürbis sollte mindestens einmal mit dem Topfboden in Kontakt gekommen sein, bevor man weitermacht. Wer es scharf mag, gibt jetzt auch die frische Chili/Peperoni mit rein.

Nach einigen Minuten Tomaten, Rinderfond, Tomatenmark und alle Gewürze dazugeben. Alles gut miteinander mischen. Hitze auf niedrige Stufe reduzieren und für ca 1 Stunde köcheln lassen – oder bis der Kürbis weich ist.

Zum Geschmack: hier entscheidet der eigene Gaumen. Ich fand, das Chili muss ein bisschen süßer, ein bisschen salziger, ein bisschen rauchiger schmecken. Deswegen hab ich quasi alles reingehauen, was ich so im Kühlschrank hatte. Unter anderem einen klitzekleinen Rest von Levi Roots Reggae Reggae Sauce, die ich mir mal aus London mitgebracht hab.

Während das Chili kocht, den Koriander grob hacken. Vor Ende der Garzeit die Hälfte vom Koriander in den Topf geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wenn das Chili fertig ist, mit dem restlichen Koriander garnieren (und den Baconstücken) und warm servieren.

Wem’s noch nicht aufgefallen ist, das ist ein LowCarb-Gericht (Paleo, um genau zu sein). Wir essen das so, es ist ausreichend sättigend. Wer partout nicht auf Kohlenhydrate verzichten mag, macht sich da halt Baguette- oder Fladenbrot zu. Falls es zu scharf sein sollte, hilft auch ein Klecks Sahne.

Was ich mir an Varianten vorstellen kann:
– noch mehr Paprika, auch andere Farben
– weiteres Gemüse: Karotten, Pastinaken, evtl. (Süß)Kartoffeln
– krisp gebratene Frühstücksspeckstreifen und in Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln als Deko
– das Ganze noch länger kochen zu lassen, bis das Fleisch komplett zerfasert (geht in Richtung pulled pork in meinem Kopf)

Ich bin jetzt sehr glücklich. Und sehr voll.

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4 thoughts on “Ein bisschen Paleo

  1. Leonhard

    Interessanter Artikel zur Ernährung mit Paleo und LowCarb…und ja nicht das gleiche, aber wird eben oft als Synonym verwendet.
    Einfach mal ordentlich informieren, gibt tausende Artikel dazu.
    An alle ein schönes Wochende

    Leonhard

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