Warum Männer manchmal das Haus zusammenbrüllen

Gestern Abend hatte der Mann mir schon angekündigt, dass er Fußball gucken wollte, weil Pauli gegen Werder im DFB-Pokal spielt. Nicht, dass mir der Begriff “DFB-Pokal” irgendetwas sagt, aber ok.

Als es anfing, wurde er schon ein klein wenig unruhig und erzählte mir, wie gern er da wäre. Aber er ist seit zwei Jahren nicht mehr im Besitz einer Dauerkarte (die letzte hatte ich ihm noch besorgt), weil wegen Absteigen und schlecht Spielen und so… Und (wir hatten das neulich im Fernsehen gesehen), wer sich morgens um sechs Uhr in die Schlange zum freien Kartenverkauf eingereiht hatte, hatte schon keine Chance mehr gehabt. Und bei dem Wetter… nee nee.

Jedenfalls kühlte das Bier schon auf dem Balkon und wir kuschelten uns auf dem Sofa aneinander, weil ich in letzter Sekunde (vor lauter in der Luft liegenden Spannung) spontan beschlossen hatte, mitzugucken. Ich gebe zu, ich habe nicht sehr viel erkennen können vor lauter Schnee. Es war, als würde ich auf ein 2D-Bild schauen, ohne Tiefen. Merkwürdig.

Als dann in der zehnten Minute ein bisschen mehr Gewühl vorm Bremerschen Tor stattfand, sah ich zwar auch wieder nichts, konnte aber sehr wohl hören: der Mann brüllte – so wie ich nie in meinem Leben brüllen werde können. “Ja! Jaa!! JAAAAAA!!!!!!”

Ich hoffe nur, die Nachbarn haben entweder einen sehr tiefen Schlaf oder waren aus.

flattr this!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *



You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>