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		<title>Little Jamie</title>
		<link>http://www.littlejamie.com</link>
		<description>The best things come in small packages</description>
		<language>de-de</language>
		<copyright>jamie@littlejamie.com - Little Jamie</copyright>
		<managingEditor>j@littlejamie.com - Little Jamie</managingEditor>
		<webMaster>j@littlejamie.com - Little Jamie</webMaster>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 19:12:55 GMT</pubDate>
		<docs>http://www.littlejamie.com</docs>
		<item>
			<title>Eben an der T&#252;r</title>
			<description>&quot;Guten Tag Madame. Entschuldigung, ich habe Reklame, bitte T&#252;r aufmachen? Dankesch&#246;n.&quot;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das Ganze mit einem indisch-pakistanisch anmutenden Akzent. Niedlich.</description>
			<link>http://www.littlejamie.com/entry.php?id=998</link>
		</item>
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			<title>Warum in die Ferne schweifen...?</title>
			<description>Beim Anblick meiner wieder aufgew&#228;rmten Ratatouille von gestern f&#228;llt es mir wie Schuppen von den Augen: das ist ja &lt;i&gt;ghiveci&lt;/i&gt;!!!&lt;br&gt;&lt;br&gt;Mein Mund steht offen, der Jagdinstinkt ist geweckt. Ich setze mich mit der hei&#223;en Schale an den Schreibtisch und begebe mich auf eine kulinarische Reise durch die Welt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;ghiveci&lt;/b&gt; (Aussprache [gi&apos;v&#949;t&#643;]), rum&#228;nische Variante des t&#252;rkischen &lt;b&gt;g&#252;veç&lt;/b&gt;, ist ein Gem&#252;se-Schmortopf, der mit oder ohne Fleisch zubereitet werden kann. So weit, so gut.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Internationale Varianten: &lt;br&gt;&lt;b&gt;kapunata&lt;/b&gt; in Malta, &lt;b&gt;caponata&lt;/b&gt; in Italien (Ha! Kenn ich, hatten wir in Cilento auch!)&lt;br&gt;&lt;b&gt;piston&lt;/b&gt; auf Okzitanisch, &lt;b&gt;pisto&lt;/b&gt; auf Spanisch&lt;br&gt;&lt;b&gt;lecs&#243;&lt;/b&gt; auf Ungarisch, &lt;b&gt;le&#269;o&lt;/b&gt; auf Tschechisch und Slowakisch, &lt;b&gt;leczo&lt;/b&gt; auf Polnisch, ausgesprochen [&apos;l&#603;t&#643;o].&lt;br&gt;&lt;br&gt;Letzteres kenn ich auch, das gibt&apos;s manchmal in Gl&#228;sern zu kaufen. Das erinnert ein bisschen an... ach ja, &lt;b&gt;ajvar&lt;/b&gt;! Und das ist sowas &#228;hnliches wie &lt;b&gt;zacusca&lt;/b&gt;, oder?&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wikipedia &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ajvar#.C3.84hnliche_Zubereitungen&quot;&gt;sagt&lt;/a&gt; zu Ajvar:&lt;br&gt;&quot;&#196;hnliche Zubereitungen sind &lt;b&gt;Ljutenica&lt;/b&gt; und &lt;b&gt;Letscho&lt;/b&gt; und aus Mazedonien &lt;b&gt;Pindjur&lt;/b&gt; (serbisch &lt;b&gt;Pin&#273;ur&lt;/b&gt;), das immer mit Auberginen und dazu mit Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch hergestellt wird. Die rum&#228;nische Variante tr&#228;gt den Namen &lt;b&gt;Zacusc&#259;&lt;/b&gt;; die ungarische Paste &lt;b&gt;Er&#337;s Pista&lt;/b&gt; ist eher scharf.&quot;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Hierbei ist es wahrscheinlich nur Zufall, dass die ungarische Bezeichnung &#196;hnlichkeiten mit der spanischen und okzitanischen hat. Pista kommt in diesem Fall von Stefan. Befragen Sie &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Er%C5%91s_Pista&quot;&gt;Wiki&lt;/a&gt;. Er&#337;s Pista im &#220;brigen ist so &#228;hnlich wie &lt;b&gt;Sambal Oelek&lt;/b&gt; und &lt;b&gt;Harissa&lt;/b&gt;. Es wird sch&#228;rfer ;-)&lt;br&gt;&lt;br&gt;Also, was haben wir noch? Ach ja, die Slawen: sie nennen ihr Gem&#252;segericht &lt;b&gt;&#273;uve&#269;&lt;/b&gt;, das wird mit Reis serviert. Na klar, das gab&apos;s immer bei der Jugo-Kaschemme, in der ich fr&#252;her immer gegessen hab! Dschuwetsch-Reis. Klangliche Verwandtschaften sind nicht zu &#252;bersehen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Und die T&#252;rken haben da noch das himmlische Gericht &quot;Imam bayildi&quot; (den Imam hat&apos;s umgehauen), das entweder eine mit Gem&#252;se gef&#252;llte Aubergine darstellt oder aber einen Gem&#252;se-Schmortopf. Und der ta-daa! wurde zu &lt;b&gt;confit byaldi&lt;/b&gt; kombiniert, was Anton Ego im Film Ratatouille unter eben diesem Namen zu einer virtuellen Reise in seine eigene Kindheit veranlasst.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Und so schlie&#223;t sich der Kreis. Ich bin begeistert.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;---&lt;br&gt;Im Grunde besagt dieser Blogpost nichts anderes als: es gibt nichts, was es nicht schon gibt. In diesem Sinne: wohl bekomm&apos;s!</description>
			<link>http://www.littlejamie.com/entry.php?id=997</link>
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			<title>Oh Tamara</title>
			<description>&lt;i&gt;Man steht im Supermarkt an der Kasse, hat seine Eink&#228;ufe aufs Band gelegt, und vorne wird kassiert. Und w&#228;hrend man sich zentimeterweise in Richtung Kasse schiebt und unfreiwillig den Gespr&#228;chen zwischen Kassierer und Kunde lauscht, scannt man im Geiste die Eink&#228;ufe der Anderen, um sich vielleicht das Bild, das man im Kopf hat, zu best&#228;tigen. Oder umgekehrt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Cola und Salzstangen - Magen-Darm. Bier am Morgen - arbeitslos. Marinierte Nackensteaks und Fackelspie&#223;e - Grillen. Hackfleisch und Dosenbohnen - Chili con carne. Wodka, Cranberrysaft, Limonen - Wochenende.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Und ich? Auberginen, Rote Bete, Birnen, Tomaten, Bohnen, Zwiebeln, Paprika, Zucchini, M&#246;hren, Geschirrsp&#252;ltabs, Klopapier. Alles klar? Alles klar.&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;span style=&quot;float:left; width:270px;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/images/ratatouillegemuese_gr.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot; alt=&quot;Ratatouille - das Gem&#252;se&quot; title=&quot;Ratatouille - das Gem&#252;se (Klick f&#252;r gr&#246;&#223;eres Bild in neuem Fenster)&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/images/ratatouillegemuese_kl.jpg&quot; style=&quot;border: 1px solid #808080; padding: 1px;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Also. &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/383101843X/littlejamie-21&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ottolenghi&lt;/a&gt;. Den hatte ich mir neulich in Berlin gekauft. Ich konnte nicht daran vorbeigehen, und wenn er mir schon so auf dem &lt;strike&gt;Silbertablett&lt;/strike&gt; B&#252;chertisch pr&#228;sentiert wurde, MUSSTE ich einfach, da konnte ich nicht anders. Mittlerweile sind die Seiten voller Post-Its, vieles klingt lecker und will von mir zubereitet werden. Trifft sich gut, dass ich in letzter Zeit eher Lust auf Leichtes und Vegetarisches habe. Kein Wunder, nach der Schwere der sehr fleischlastigen Wintergerichte der letzten Wochen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Da kam mir &lt;b&gt;Tamaras Ratatouille&lt;/b&gt; gerade recht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;u&gt;Zur Vorbereitung folgendes Gem&#252;se waschen, putzen, sch&#228;len wo n&#246;tig und dann in 3 cm gro&#223;e St&#252;cke schneiden:&lt;/u&gt;&lt;br&gt;2 Zwiebeln (ich hatte eine gro&#223;e rote und eine Schalotte)&lt;br&gt;2 rote Paprikaschoten&lt;br&gt;1/2 kleiner Hokkaidok&#252;rbis (oder Butternut)&lt;br&gt;1 kleine M&#246;hre (oder Pastinake)&lt;br&gt;1 mittelgro&#223;e Zucchini&lt;br&gt;1/2 Aubergine und&lt;br&gt;1 kleine Kartoffel.&lt;br&gt;&lt;br&gt;200 Gramm gr&#252;ne Bohnen waschen und putzen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;2 Tomaten h&#228;uten und hacken oder fein w&#252;rfeln.&lt;br&gt;&lt;br&gt;4 Knoblauchzehen in Scheiben und 1 gr&#252;ne Chilischote/Peperoni/Japapeño (hier je nach Sch&#228;rfefestigkeit die Samen und Zwischenw&#228;nde entfernen oder drinlassen) in d&#252;nne Streifen schneiden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;u&gt;Zubereitung:&lt;/u&gt;&lt;br&gt;4 EL &#214;l (Ottolenghi: Sonnenblume, ich: Raps) in einem gro&#223;en Topf erhitzen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Gem&#252;se in folgender Reihenfolge in den Topf gehen und jeweils 5 Minuten braten*, zwischendurch r&#252;hren:&lt;br&gt;- Zwiebeln,&lt;br&gt;- dann Knoblauch + Chili + Paprika&lt;br&gt;- danach K&#252;rbis + M&#246;hre.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das Gem&#252;se mit einer Schaumkelle vorsichtig aus dem Topf holen und beiseite stellen. Dabei darauf achten, dass m&#246;glichst viel von dem &#214;l im Topf zur&#252;ckbleibt (bei mir war da kaum noch was).&lt;br&gt;&lt;br&gt;Weitere 3 EL &#214;l in den Topf geben und nun die Auberginen, Zucchini und Bohnen f&#252;r die bereits bekannten 5 Minuten braten, hin und wieder r&#252;hren.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Jetzt ist die Zeit gekommen, den Backofen auf 200&#176;C vorzuheizen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das beiseite gestellte Gem&#252;se zur&#252;ck in den Topf bef&#246;rdern, die Kartoffel und die Tomaten dazugeben, 1/2 EL Zucker und 1 EL Tomatenmark unterr&#252;hren, alles ordentlich (also viel!) salzen und pfeffern. Umr&#252;hren und dann soviel Wasser** in den Topf geben, dass das Gem&#252;se bis zur halben H&#246;he in Fl&#252;ssigkeit steht. Deckel drauf, halbe Stunde bei kleiner Flamme k&#246;cheln lassen. Danach mit Salz und Pfeffer abschmecken.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das Gem&#252;se mit der Schaumkelle aus dem Topf heben und in einem gen&#252;gend gro&#223;en Br&#228;ter oder Auflaufform platzieren, etwaige Bratfl&#252;ssigkeit aus dem Topf dar&#252;ber geben (bei mir war da wieder nichts). F&#252;r eine halbe Stunde im Backofen bei den zuvor eingestellten 200&#176; belassen, bis die restliche Fl&#252;ssigkeit aufgesogen und s&#228;mtliches Gem&#252;se weich ist.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Mit Koriander garnieren, wenn man ihn mag. Ich mochte. Ottolenghi sagt, man soll das Ganze mit Reis servieren, wir aber haben das Gem&#252;se blank gegessen - und wurden pappsatt. No-Carb my love.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Fazit: so lecker, dass ich mir Nachschlag geholt habe. Der Koriander darauf ist &#252;brigens der Hammer!&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;span style=&quot;float:left; width:270px;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/images/ratatouille_gr.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot; alt=&quot;Ratatouille fertig&quot; title=&quot;Ratatouille fertig (Klick f&#252;r gr&#246;&#223;eres Bild in neuem Fenster)&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/images/ratatouille_kl.jpg&quot; style=&quot;border: 1px solid #808080; padding: 1px;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;u&gt;Tipps und Varianten:&lt;/u&gt;&lt;br&gt;- *) das Gem&#252;se nach dem Schneiden direkt in den Ofen geben, statt es einzeln zu braten und anschlie&#223;end zu k&#246;cheln. Das Ganze f&#252;r ca eine Stunde bei 180-190&#176; schmoren. Ich hab&apos;s nicht probiert, soll aber toll gewesen sein.&lt;br&gt;- **) nach dem Braten das Gem&#252;se nicht nur mit Wasser, sondern mit einer Mischung aus Wei&#223;wein und Wasser zur H&#228;lfte bedecken. Das stelle ich mir sehr exquisit vor. Ich mag kochen mit Wein.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;u&gt;Und was habe &lt;b&gt;ich&lt;/b&gt; falsch gemacht?&lt;/u&gt;&lt;br&gt;- mein Gem&#252;se war recht stark zusammengefallen und hatte seine h&#252;bsche Buntheit verloren. Das lag wahrscheinlich daran, dass ich die St&#252;cke viel zu klein geschnitten hatte (keine 3, sondern eher anderthalb Zentimeter oder gar nur Scheiben).&lt;br&gt;- keine Fl&#252;ssigkeit in Topf und Br&#228;ter: zu wenig &#214;l. Ich hatte die Gem&#252;semengen verdoppelt, aber das &#214;l nicht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Mach nix, n&#228;xte Mal.</description>
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		</item>
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			<title>Italy love it or leave it</title>
			<description>Ach Gustav, hast du immer noch nicht verstanden, dass die Verkehrsregeln in Italien eher eine Art Vorschlag sind, und keine Gebote? &#9829;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/NnyFhSi5tPc&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;[inspired by &lt;a href=&quot;https://twitter.com/#!/vinoroma/status/157843480675237890&quot;&gt;@vinoroma&lt;/a&gt;]&lt;br&gt;&lt;blockquote class=&quot;twitter-tweet&quot;&gt;&lt;p&gt;non mi crederete con chi faccio un aperitivo domani. conoscete &quot;Italy, love it or leave it&quot;?&lt;/p&gt;— vinoroma (@vinoroma) &lt;a href=&quot;https://twitter.com/vinoroma/status/157843480675237890&quot; data-datetime=&quot;2012-01-13T15:16:33+00:00&quot;&gt;January 13, 2012&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br&gt;&lt;script src=&quot;//platform.twitter.com/widgets.js&quot; charset=&quot;utf-8&quot;&gt;&lt;/script&gt;</description>
			<link>http://www.littlejamie.com/entry.php?id=995</link>
		</item>
		<item>
			<title>Liebeserkl&#228;rung mal anders</title>
			<description>Kurz vorm Schlafengehen entdeckt man nat&#252;rlich die besten Perlen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Eine Serenade an Stephen Fry: &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/w1bXy5pSGJE&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt; &lt;br&gt;&lt;br&gt;Und ja, ich wei&#223;, dass ich nicht die Erste bin, die das entdeckt. Es &#228;ndert nichts an der Gro&#223;artigkeit der Idee.</description>
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		</item>
		<item>
			<title>Kaffee und Kuchen</title>
			<description>Also ich bin ja nicht so der s&#252;&#223;e Typ. Mal, klar, vor allem als Dessert (das kleine s&#252;&#223;e Schmankerl nach einer &#252;ppigen Mahlzeit), aber niemals an einer Mahlzeit statt. Das macht mich einfach nicht satt. S&#252;&#223;es hat meiner Meinung nach nichts mit S&#228;ttigung zu tun. Und wenn ich hungrig bin, werde ich grantig. Besonders aufregen tun mich dann jene Spa&#223;gesellen, die, wenn ich Hunger beklage, mir dazu raten, einen Apfel zu essen. &#196;hm ja. Deswegen und weil ich sowas fr&#252;her (lies: bevor ich nach Deutschland kam) nicht kannte, bin ich auch kein Anh&#228;nger des deutschen Brauchtums &quot;Kaffee und Kuchen&quot; zur Mitte des Nachmittages um halb vier. Zumindest nicht dann, wenn er &#252;blicherweise hierzulande so praktiziert wird, sprich am Wochenende.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das Wochenende ist ja dazu auserkoren, lange und ausgiebig zu schlafen, sich irgendwann aus dem Bette zu w&#228;lzen und in die K&#252;che zu tapern, um einen Kaffee zu kochen, um sich dann mit diesem gem&#252;tlich vor den Rechner zu setzen und nachzuschauen, was die Welt da drau&#223;en so treibt. Online, versteht sich. Dabei ist noch lange keine Rede von Hungergef&#252;hlen, diese stellen sich erst nach geraumer Zeit ein, nach mindestens einer Stunde - oder wenn der Mann selbst Hunger entwickelt und sich f&#252;r seine selbstverst&#228;ndlich nicht einzige Kernkompetenz an den Herd stellt: Fr&#252;hst&#252;ckseier. Das wochenendliche Fr&#252;hst&#252;ck zelebrieren wir mit Genuss und viel Liebe. Der Mann br&#228;t den Speck knusprig und die Eier dotterweich, schichtet alles ordentlich auf frisch getoastete Brotscheiben, schneidet Tom&#228;tchen und streut liebevoll Schnittlauch auf alles - und reicht mir die gesamte Konstruktion angereichert mit einem Kuss. Hach, das Leben kann so wunderbar sein.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Dies alles impliziert nat&#252;rlich, dass wir mit diesem Sp&#228;tst&#252;ck weit in den Nachmittag, wenn nicht sogar fr&#252;hen Abend hineinreichen. So ist es nicht un&#252;blich, dass die Uhr bereits zur vierten, f&#252;nften oder gar sechsten Stunde schl&#228;gt, wenn wir die Fr&#252;hst&#252;cksteller wegr&#228;umen. Selbstverst&#228;ndlich ist hiernach f&#252;r eine ganze Weile nicht an eine weitere Mahlzeit zu denken, der Hunger meilenweit.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Was aber passiert, wenn man Einladungen von &quot;normalen&quot; Menschen folgt? Menschen, die wom&#246;glich Kinder ihr Eigen nennen oder gewisse Altersstufen erreicht haben, die sich gef&#252;hlt unendlich weit weg von der eigenen befinden? Einladungen am Wochenende, die nicht um 12 Uhr mittags sondern klar am Nachmittag angesetzt sind? Also einmal abgesehen davon, dass Einladungen mit eindeutigem Mittagessencharakter uns vor erhebliche logistische Schwierigkeiten stellen (Wann m&#252;ssen wir aufstehen, um um 12 irgendwo zu sein? Sind wir dann schon salonf&#228;hig? K&#246;nnen wir zu solchen unchristlichen Uhrzeiten schon an Nahrungsaufnahme denken?). Ganz klar: bei diesen Einladungen handelt es sich um &quot;Kaffee und Kuchen&quot;-Events. Ausnahmslos.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Und da haben wir den Salat (harhar, I wish). Unsereins, gerade eben dem warmen Bette entsprungen, mit Chance vielleicht den ersten Kaffee intus (manchmal reicht die Zeit nicht einmal daf&#252;r), muss sich den Bauch mit diversen zuckerhaltigen, wenn auch leckeren, Bissen vollschlagen - und schwebt fortan in einer Zwischenwelt: vollgefressen aber dennoch hungrig und unbefriedigt. S&#252;&#223;es s&#228;ttigt nun einmal nicht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Nach dem vollst&#228;ndigen Ausknocken der G&#228;ste mit einer gef&#252;hlten Tonne Zucker in allen Variationen gibt es nun zwei M&#246;glichkeiten der Abendfortsetzung. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Variante eins: den Zucker in den Magenwindungen und den Frust &#252;ber den nicht zufriedengestellten Gaumen auf der Seele macht man sich auf den Weg. Heim, um erst einmal zu Atem zu kommen und einen digestiven Tee zu trinken und um sich f&#252;r den weiteren Abend zu wappnen. Denn dieser, ganz klar, verlangt nach einer S&#228;ttigung. Einer richtigen. Und die findet man zu sp&#228;terer Stunde im favorisierten Restaurant um die Ecke, wo man mit Handschlag begr&#252;&#223;t und kulinarisch aufs Feinste versorgt wird. An ein Bem&#252;hen der eigenen K&#252;che und Kochk&#252;nste ist selbstverst&#228;ndlich nicht zu denken, zusehr liegt einem der Kuchen nebst ges&#252;&#223;ter Schlagsahne im Magen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Variante zwei: die Gastgeber &quot;haben auch was zu essen vorbereitet&quot;. Man reicht handlich geschnittenes Gem&#252;se zu Zwiebeldipp, selbstgebackenes Brot, Quiches und Tarten die sich gegenseitig mit ihren Bel&#228;gen und F&#252;llungen nur so &#252;berbieten, Salatkreationen aus Kr&#228;utern von deren Existenz man bislang nichts ahnte, und das Gulasch ist auch gleich fertig. Alles sieht wunderbar aus, der Tisch biegt sich unter den Gaben, eine wahre lukullische Freude. Allein - daf&#252;r brauchte es einen Hunger, oder zumindest einen Appetit. Und den unter den &#252;berzuckerten Geschmackspapillen zu finden, d&#252;rfte sich gerade als etwas schwierig gestalten. Aber was tut man nicht alles der Harmonie zuliebe? Man h&#228;uft sich die Leckereien auf Teller und Brot, knabbert wenig &#252;berzeugt an Gr&#252;nem und st&#246;hnt auf, sobald eine neue &#220;berraschung den Weg aus der K&#252;che findet. Sp&#228;ter rollt man unter Zuhilfenahme eines Taxis nach Hause und verbringt den weiteren Abend unter Magenschmerzen und Schlaflosigkeit bei zweifelhaftem Fernsehprogramm.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Man missverstehe mich nicht: wenn ich den Morgen bereits fr&#252;h begr&#252;&#223;t habe, ein Mittagessen (und vielleicht auch ein Fr&#252;hst&#252;ck) zu den Erledigungen des Tages z&#228;hle, erliege auch ich dem sogenannten Nachmittagstief, das nach Zucker schreit. Aber nur dann.&lt;br&gt;&lt;br&gt;In diesem Sinne: Sugar? - No thank you Turkish, I&apos;m sweet enough.</description>
			<link>http://www.littlejamie.com/entry.php?id=991</link>
		</item>
		<item>
			<title>Breakfast for champions</title>
			<description>Aus meiner Weight Watchers-Zeit, als ich noch versucht habe, mit Punkten mein Gewicht zu reduzieren (f&#252;rs Protokoll: es hat geklappt, aber irgendwann kam mir ein Weihnachtsfest dazwischen und danach mochte ich keine Punkte mehr z&#228;hlen; und mittlerweile bin ich eh anderer Meinung, aber das ist eine andere Geschichte), also aus dieser Zeit stammt folgendes Rezept f&#252;r ein s&#228;ttigendes und punktearmes Gr&#252;hst&#252;ck. Gesund und lecker ist es au&#223;erdem.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Joghurt mit Obst und Haferflocken&lt;/b&gt;&lt;br&gt;5 EL Joghurt, am besten einer dieser cremigger&#252;hrten&lt;br&gt;1 handvoll Haferflocken und/oder anderer Kerne/K&#246;rner&lt;br&gt;Obst nach Belieben und Saison (Nektarine, Orange, Banane, Mango, Kaki, Weintrauben...)&lt;br&gt;etwas Zimt &lt;br&gt;&lt;br&gt;In einer trockenen Pfanne die Kerne r&#246;sten, damit sie ihr Aroma entfalten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Fr&#252;chte waschen, sch&#228;len wenn n&#246;tig, kleinschneiden. Orange am besten filetieren. S&#228;fte auffangen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;In einer M&#252;slischale das Obst inkl. Saft geben und den Joghurt unterr&#252;hren. Die ger&#246;steten Kerne dr&#252;berstreuen, mit einer Prise Zimt verfeinern, fertig.&lt;br&gt;&lt;br&gt;F&#252;r eine Low- bis NoCarb-Ern&#228;hrung kann man die Kerne weglassen und auf Bananen und anderes extrems&#252;&#223;es Obst verzichten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Puh, und jetzt bin ich satt...</description>
			<link>http://www.littlejamie.com/entry.php?id=990</link>
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