<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1" standalone="yes"?>
<!-- RSS generated by blogTools v0.6. Get it at http://www.robwei.de/files/ -->
<rss version="2.0">
	<channel>
		<title>Littlejamie - The best things come in small packages</title>
		<link>http://www.littlejamie.com</link>
		<description>Privates Weblog von Ina Marinescu</description>
		<language>de-de</language>
		<copyright>j@littlejamie.com (Ina Marinescu)</copyright>
		<managingEditor>j@littlejamie.com (Ina Marinescu)</managingEditor>
		<webMaster>j@littlejamie.com (Ina Marinescu)</webMaster>
		<pubDate>Sat, 18 May 2013 14:13:07 GMT</pubDate>
		<docs>http://www.littlejamie.com</docs>
		<item>
			<title>Pfingsten</title>
			<link>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1129</link>
			<guid>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1129</guid>
			<pubDate>Sat, 18 May 2013 16:11:54 GMT</pubDate>
			<description>Pfingsten. Pentecost. Fünfzig Tage. Nach oder vor was keine Ahnung, aber fünzig sind&apos;s auf jeden Fall, das sagt mir mein Sprachverständnis. Woran ich aber immer — und ich meine wirklich IMMER — denken muss, ist folgendes:&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wintersemester 1993/94, die University Players proben Shakespeares &quot;Comedy of Errors&quot;.&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;quote&quot;&gt;Akt 4, 1. Szene. Auftritt zweiter Händler, Angelo und ein Offizier.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Zweiter Händler zu Angelo:&lt;br&gt;&quot;You know since Pentecost the sum is due,&lt;br&gt;And since I have not much importuned you...&quot;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Regie zum zweiten Händler:&lt;br&gt;&quot;Und hier dreh dich um zum Offizier und mach eine Geste &#224; la &apos;Ich bin ja kein Unmensch...&apos;&quot;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;Es gibt Dinge, die sich einem auf ewig ins Hirn einbrennen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Erstens: Egal in welcher Inszenierung oder Darreichungsform, ich kann diese Szene seitdem nicht sehen, ohne darauf zu achten, ob der Händler die gleiche Art der zur Schau gestellten Großzügigkeit signalisiert.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Zweitens: Pfingsten. Jedes Mal.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Schönes langes Wochenende allerseits!&lt;/b&gt;</description>
		</item>
		<item>
			<title>Heimat. Oder so.</title>
			<link>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1128</link>
			<guid>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1128</guid>
			<pubDate>Sat, 18 May 2013 12:45:03 GMT</pubDate>
			<description>Ich habe die ersten 14 Jahre meines Deutschland-Lebens in Billstedt gewohnt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;video-container&quot;&gt;&lt;iframe src=&quot;http://www.youtube.com/embed/Wbdk1NCfACI?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;Das war lange vor meiner Zeit.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;(Weiß irgendwer, ob und wo es den ganzen Beitrag gibt? Ich würde ihn gern sehen)&lt;/i&gt;</description>
		</item>
		<item>
			<title>Auf dem Weg nach Tel Aviv - Gedankenfitzel</title>
			<link>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1127</link>
			<guid>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1127</guid>
			<pubDate>Fri, 10 May 2013 14:33:05 GMT</pubDate>
			<description>Ende April war ich für ein paar Tage in Israel. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Wann immer ich reise, brauche ich ein Auffangbecken für meine schnell fließenden Gedanken. Normalerweise schleppe ich ein handtellergroßes Moleskine mit, aber das hatte ich aus Gründen der Gepäckknappheit und der eigenen Schusseligkeit nicht dabei.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Nichts also, in das ich meine Hirnergüsse hätte hineinfließen lassen können. Allerdings lieh mir der Mann seinen Nexus 7 zeitweise aus, auf den er kurzerhand die &lt;a href=&quot;https://play.google.com/store/apps/details?id=com.jamesmc.writer&amp;hl=en&quot;&gt;&quot;Writer&quot;&lt;/a&gt;-App für mich installiert hatte.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Damit kann man arbeiten. Ich stelle aber immer wieder fest: am besten, schnellsten, ungehindertsten kann ich am Schreibtisch am großen Desktop schreiben, Unterarme auf dem Tisch, Tastatur spürbar unter den Fingern. Tippen fast ohne Hingucken. Den Gedanken freien Lauf lassen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ergebnis mit technischem Chi-Chi also unbefriedigend. Oder anders ausgedrückt: da ist noch Luft nach oben.&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;quote&quot;&gt;Nach vier Stunden Schlaf aufstehen, fertig machen, letzte Kleinigkeiten verstauen. Keine Zeit für Kaffee. Das Taxi ist in einer halben Stunde da. Rollkoffer lässt sich nicht zusammenklappen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Flugzeit nach München eine Stunde. Versuche zu lesen, aber die Nachbarn konversieren in Kneipenlautstärke. Widerliche Lache, vor solchen Leuten nehme ich normalerweise lieber Abstand.&lt;br&gt;&lt;center&gt;*&lt;/center&gt;&lt;br&gt;Menschen, die sofort nach Landung aufstehen, um dann minutenlang im Gang zu hibbeln. Noch nie verstanden.&lt;br&gt;&lt;center&gt;*&lt;/center&gt;&lt;br&gt;Warten aufs Boarding.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Es ist warm, viel wärmer als in Hamburg. Warum sind Frankfurt und München eigentlich immer überheizt? Schaue mich um: die Arabisch sprechende junge Familie mit den ungebändigten Kindern, die um die Sitzreihen flitzen. Meine Schokolade wollte die Mutter nicht, aber vielleicht hat sie mich auch nicht verstanden. Die Kinder, ein Mädchen und ein Junge, er vielleicht sechs, sie vier, sehen aus wie die Mutter. Der Vater versucht sie auf Deutsch zur Räson zu bringen. Der Junge wiederholt lachend das hilflose &quot;es reicht!&quot; und rennt weiter. Krakeel, krakeel. Fliegen die etwa mit uns? Ich wünschte, ich hätte mein Ohropax griffbereit. Gehe im Geiste mein Gepäck durch. Verdammt, ich habe es ganz vergessen. Das wird noch lustig.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Blick wandert weiter: die ältere Dame, die ihre für Tel Aviv viel zu warme Jacke ins Handgepäck zu stopfen versucht. Ich möchte ihr dazwischengreifen. Wenn man die Jacke anders faltet und dann... Ach, was kümmert&apos;s mich?&lt;br&gt;&lt;br&gt;Neben mir der indisch aussehende Mittfünfziger, der eine Liebesschnulze im Taschenbuchformat liest. Bollywood auf dem Cover, buntes Herzensglück, for under 60 and over. Na dann.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Meine Damen und Herren, wir beginnen mit dem Priority Boarding. Der sportliche Pferdeschwanz, der schlauer sein wollte, wird abgewiesen. Holzklasse. Schade aber auch. Do I look like I fly fucking economy?&lt;br&gt;&lt;br&gt;Finger hat ein starkes Gefälle. Winzige Maschine, voll ausgebucht, großes Handgepäck bitte am Eingang abgeben. Die Kneipenlaberbacken sitzen wieder neben uns. Dafür ist die arabische Großfamilie nirgends zu hören.&lt;/div&gt;</description>
		</item>
		<item>
			<title>Kreischen</title>
			<link>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1126</link>
			<guid>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1126</guid>
			<pubDate>Fri, 03 May 2013 23:07:15 GMT</pubDate>
			<description>&lt;div id=&quot;image&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/images/kreischen.jpg&quot; class=&quot;img&quot;&gt;&lt;/div&gt;Die Frau stand unter der Bahnbrücke, dort, wo die darüberratternden Züge am lautesten klappern, und kreischte sich die Seele aus dem Leib. Sie sah aus wie die Operndiva Montserrat Caball&#233;, üppig, dunkelhaarig, rote Lippen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ihre Brust hob und senkte sich bei jedem neu angefangenen Ton, sie passte die Länge der Züge genau ab. Kurzer Zug — kurz kreischen, langer Zug — lang kreischen. Das ging nun schon fünf Minuten so. Ich war fasziniert von ihr. Ich konnte meine Augen nicht abwenden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Was war wohl der Grund für ihr Kreischen? Stimmübungen? War sie Sängerin? Oder war sie Zeugin eines Mordes geworden? Hatte sie Angst? Oder Stress? Ihr schönes Gesicht zeigte keine weitere Regung. Sie sah nicht leidend aus, nicht glücklich, sie kreischte einfach nur.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ich bekam Lust, mitzumachen. Aber ich hatte Angst, dass ich sie erschrecken und vertreiben würde. Ich wollte dieses Bild so lange wie möglich halten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Lichter der vorbeifahrenden Zugwaggons erhellten die Bahngleise und tanzten auf ihrem Gesicht. Ich blickte hoch: ein ICE der neuesten Klasse. Mit dem wollte ich auch immer mal fahren, dachte ich. Ich wusste bloß nie, wohin. Vielleicht war die Frau ja aus solch einem Zug gestiegen...? Ich blickte wieder zu ihr.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Sie war verschwunden. Zurück blieb das Kreischen der Zugräder auf den Schienen.</description>
		</item>
		<item>
			<title>Geschenke Geschenke Geschenke - Alea iacta est</title>
			<link>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1125</link>
			<guid>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1125</guid>
			<pubDate>Thu, 02 May 2013 13:53:05 GMT</pubDate>
			<description>Kaum wieder zuhause, galten meine Gedanken gestern Abend einzig und allein der Verlosung der Aktion &lt;a href=&quot;http://www.littlejamie.com/index.php?id=1120&quot;&gt;Blogger schenken Lesefreude&lt;/a&gt;.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das Setting war schnell aufgebaut: alle Namen der Kommentatoren im Blog und auf Facebook auf Zettel geschrieben, zusammengefaltet und in den Verlosungspool gegeben.&lt;br&gt;&lt;div id=&quot;image&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/images/verlosungspool.jpg&quot; class=&quot;img&quot;&gt;&lt;/div&gt;Dann übernahm der Mann die Rolle der Glücksfee und zog die Gewinnerin:&lt;br&gt;&lt;div id=&quot;image&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/images/gewinnerin.jpg&quot; class=&quot;img&quot;&gt;&lt;/div&gt;Tut mir wirklich leid für alle anderen, am liebsten hätte ich die Bücher vervielfacht und jeder/m einzelnen von euch geschickt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Jasmin, du bekommst gleich eine Mail von mir.</description>
		</item>
		<item>
			<title>Moar movies</title>
			<link>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1124</link>
			<guid>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1124</guid>
			<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 02:40:28 GMT</pubDate>
			<description>&lt;div class=&quot;video-container&quot;&gt;&lt;iframe width=&quot;800&quot; height=&quot;450&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/QaFdiEb_JGM?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;16. Mai&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;video-container&quot;&gt;&lt;iframe width=&quot;800&quot; height=&quot;450&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/dbVb_fcHhAQ?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;20. Juni&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;video-container&quot;&gt;&lt;iframe width=&quot;800&quot; height=&quot;450&quot;&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/mdEjy0wXgw0?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;11. Juli&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;video-container&quot;&gt;&lt;iframe width=&quot;800&quot; height=&quot;450&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/ibMV4ZOYHh4?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;25. Juli&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;video-container&quot;&gt;&lt;iframe width=&quot;800&quot; height=&quot;450&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/JjFsNSoDZK8?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;8. August&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wer kommt mit?</description>
		</item>
		<item>
			<title>Und nochmal Oh Yeah</title>
			<link>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1123</link>
			<guid>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1123</guid>
			<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 17:08:42 GMT</pubDate>
			<description>&lt;div class=&quot;video-container&quot;&gt;&lt;iframe src=&quot;http://www.youtube.com/embed/Ke1Y3P9D0Bc?rel=0&quot; width=&quot;800&quot; height=&quot;450&quot; frameborder=&quot;0&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;1. Mai *sabber*</description>
		</item>
		<item>
			<title>Die letzte Flasche</title>
			<link>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1122</link>
			<guid>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1122</guid>
			<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 11:47:07 GMT</pubDate>
			<description>Blutrot leuchtet der Rotwein im Schein der fast abgebrannten Kerze. Du bist wunderschön, wie du da liegst auf dem Bett, nackt und verletzlich, die Haut glänzend im Kerzenlicht. Wie gern hätte ich mir das Heben und Senken deiner Brust noch länger angeschaut, deine flackernden Augenlider, die störrische Haarsträhne, die deine Stirn bedeckt — aber du willst es nicht. Du hast beschlossen, dass es heute das letzte Mal ist. Dein Wunsch ist mir Befehl, ich werde nicht aufbegehren. Ich muss Abschied nehmen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Erinnerst du dich an unser erstes Treffen? Ich, neu in der Stadt, vom unerwarteten Sommerguss überrascht und bereits völlig durchnässt, hatte Unterschlupf gesucht unter der Markise deines Geschäftes. Du botest mir an, zusammen einen Tee zu trinken, während mein Kleid trocknete. Das Schild an der Tür hattest du schnell umgedreht. &quot;Geschlossen&quot;. Mir war das natürlich aufgefallen, auch wenn ich mir nichts anmerken ließ. Innerlich lächelte ich. Das war der Anfang.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ich war sofort verliebt. In dein spitzbübisches Lächeln, in deinen Laden, der mich an meine Kindheit erinnerte, in deine Bücher, dieses Tor in eine andere Welt, in dich, den Schlüssel dazu. Und zu meinem Herzen. Du warst anders. Anders als die Jungs, die sich für mich interessierten, die sich — und mir — immer was beweisen mussten. Du musstest längst niemandem mehr etwas beweisen, du warst dir selbst genug. Und mir.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Decke ist dir von den Schultern gerutscht. Ich widerstehe dem Drang, sie zurückzuschieben. Ich forme aus dem Wachs Figuren, die ich der Flamme preisgebe, bis ich sie nicht mehr halten kann und mir fast die Finger verbrenne. Ich habe nie verstanden, warum Insekten immer in die Flamme fliegen. Aber vielleicht... bin ich selbst eins.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Du warst mein Abenteuerroman, meine Biographie, mein Gedichtband. Ich verschlang dich von vorn bis hinten und breitete meine Seiten für dich aus — damit du zwischen den Zeilen liest. Zusammen waren wir die Buchdeckel, zwischen denen sich das Leben abspielt. Die Liebe.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Und dann, eines Tages, der Dolch. Mitten hinein. Du erzähltest mir von deiner Frau. Wie sie, todkrank, deine Hilfe brauchte, obwohl eure Ehe schon seit Jahren nur noch auf dem Papier besteht, und wie sie dich damit erpresste, den Laden — dein Ein und Alles — zu verkaufen. Du, dem mein Herz, mein Leben und meine Liebe gehörten, gehörtest einer anderen. Einer, die deine Fäden drohte abzuschneiden. Schnipp, vorbei.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ich nehme noch einen Schluck aus dem Glas. Reich und samtig gleitet der Wein meine Kehle hinunter. Ein wunderbarer Jahrgang. Die letzte Flasche. Ich werde ihn vermissen. Schade, dass der Geschmack ein wenig verfälscht ist. Aber das musste leider sein.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&quot;Tut mir leid&quot; hast du gesagt. Als wäre damit alles Böse aus der Welt geschaffen, alles wieder auf Anfang gesetzt, die Wunden nie dagewesen. Wie kleine Kinder, die sich hinter ihren Händen verstecken und glauben, man sähe sie nicht mehr. Aber die Wunde, die du mir zufügtest, war zu groß. So groß wie die Welt, so groß wie deine Bücher. Sie wächst nie wieder zu.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Alles hätte ich für dich getan. Ohne dich kann ich nicht sein. Aber ich durfte nicht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Meine Finger kribbeln. Ich weiß, was hiernach kommt. Die Magenkrämpfe und das Herzrasen, das Schwindelgefühl, die Dunkelheit vor den Augen, schließlich die Atemnot. Lange habe ich nicht mehr. Ich genieße den letzten Schluck, spüre die Tannine an meinen Geschmackspapillen, die feine Säure, das Barriquefass. Hast du wirklich gut ausgesucht. Dafür liebe ich dich. Bis in den Tod.</description>
		</item>
		<item>
			<title>Oh. Yeah.</title>
			<link>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1121</link>
			<guid>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1121</guid>
			<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 15:52:37 GMT</pubDate>
			<description>&lt;div class=&quot;video-container&quot;&gt;&lt;iframe src=&quot;http://www.youtube.com/embed/jHFhZLJajlc?rel=0&quot; width=&quot;800&quot; height=&quot;450&quot; frameborder=&quot;0&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;31. Oktober.&lt;br&gt;&lt;br&gt;[Danke an &lt;a href=&quot;http://millus.kulando.de/post/2013/04/22/film-thor-2-trailer-thor-the-dark-worl&quot;&gt;Millus&lt;/a&gt;]</description>
		</item>
		<item>
			<title>Geschenke Geschenke Geschenke!</title>
			<link>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1120</link>
			<guid>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1120</guid>
			<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 10:47:48 GMT</pubDate>
			<description>&lt;div id=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/BloggerSchenkenLesefreude&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/images/bloggerschenkenlesefreude.png&quot; class=&quot;img&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Habe mich vorgestern, quasi in letzter Sekunde, bei der Aktion &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/BloggerSchenkenLesefreude&quot;&gt;&quot;Blogger schenken Lesefreude&quot;&lt;/a&gt; angemeldet. Zum heutigen Welttag des Buches verlosen Blogger Bücher. Es haben sich um die 900 Blogger angemeldet. Ich mache unter anderem mit, weil mein Bücherregal ächzt und stöhnt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div id=&quot;image&quot; style=&quot;float:left;padding:0 15px 0 0;&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/amazon/rabbit1.jpg&quot;&gt;&lt;/div&gt;Ich verlose die &quot;Rabbit Novels&quot; von John Updike im englischen Original. Vier Bände in zwei Taschenbüchern. Volume one: &quot;Rabbit, run&quot; und &quot;Rabbit redux&quot;, Volume two: &quot;Rabbit is rich&quot; und &quot;Rabbit at rest&quot;. Zwei dieser Romane haben den Pulitzer-Preis gewonnen.&lt;br&gt;&lt;div id=&quot;image&quot; style=&quot;float:right;padding:0 0 0 15px;&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/amazon/rabbit2.jpg&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das erste Volume habe ich vor Jahren gelesen. &lt;a href=&quot;http://www.ankegroener.de&quot;&gt;Anke&lt;/a&gt; hatte damals darüber geschrieben (ich find den Eintrag nicht wieder) und in mir dachte es &quot;ich auch, ich auch!&quot; Es blieb bei dem ersten Buch, weil es letztendlich nicht so wirklich meins war.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ich kann gar nichts mehr über das Buch sagen. Ich erinnere mich lediglich an eine Szene, die in ihrer scheinbar unbeteiligten Beschreibung schauerlich war. Und nein, ich sage jetzt nicht, welche.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Für alle, die genug Muße haben, &lt;a href=&quot;http://www.guardian.co.uk/books/2009/oct/17/julian-barnes-john-updike-rabbit&quot;&gt;hier eine schöne Rezension&lt;/a&gt;.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ich glaube, ich habe auch noch &quot;Rabbit, eine Rückkehr&quot; irgendwo rumliegen, wenn ich&apos;s nicht zwischenzeitlich an irgendwen verschenkt habe. Diesmal auf Deutsch. Wer also die Bücher zu Ende liest und noch immer nicht genug hat, pinge mich einfach an.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wie ist nun das Prozedere?&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wer die Bücher gewinnen möchte, kommentiert einfach unter diesem Beitrag (Facebook nehm ich mal auch dazu). Die Verlosung findet eigentlich am 30. April statt, aber ich werde erst am 1. Mai, vermutlich am späten Abend, von einem Kurztrip wieder zurück sein. Deshalb werde ich, sobald ich wieder da und in der Lage bin (also spätestens am &lt;strike&gt;Morgen&lt;/strike&gt; Vormittag des 2. Mai) mich in eine Glücksfee verwandeln und eine/n Glückliche/n auslosen. Bitte also mit korrekter Mailadresse melden (wird selbstverständlich nicht angezeigt).</description>
		</item>
		<item>
			<title>Tapetenwechselwunschtraum</title>
			<link>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1119</link>
			<guid>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1119</guid>
			<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 03:10:37 GMT</pubDate>
			<description>&lt;a href=&quot;http://www.umzug.de&quot;&gt;Seit Jahren&lt;/a&gt; wollen der Mann und ich umziehen. Eigentlich.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ich liebe meine jetzige Wohnung und finde sie perfekt, nur etwas klein. Deshalb träume ich von genau dieser Wohnung mit genau dieser Aufteilung, nur einfach in größer. Größeres Bad mit Fenster und Badewanne, größere Küche, ein-zwei Räumchen mehr.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Mann selbst träumt von Ruhe und frischer Luft. Weil&apos;s in Hamburg stinkt und der Balkon im Sommer unbenutzbar wird, sobald die Kneipe unten die Terrasse wieder in Betrieb nimmt. Mit Schirmchen und nach oben hallenden Besoffenen. Die Gebäude sind ja hier nicht so weit auseinander, der Amphitheater-Effekt ist vorprogrammiert.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Klar ist also schon mal, dass wir nicht nach gegenüber ziehen werden. Was sehr schade ist, denn ich hätte nicht übel Lust, den Umzug so zu gestalten wie diese Jungs hier ;-)&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;video-container&quot;&gt;&lt;iframe width=&quot;640&quot; height=&quot;480&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/LCuF-r4X_Hw?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Manchmal, wenn mein Größenwahn zuschlägt, stelle ich mir vor, wie wir die Wohnungen links und rechts neben unserer dazumieten. Gar nicht mal, um die Wohnung zu vergrößern, als vielmehr, um die lästigen Nachbarn loszuwerden har har.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wobei der Platzgewinn ja auch nicht zu vernachlässigen wäre: Die linke Wohnung ist balkonseitig mit unserer verbunden, das gäbe nach kurzem Umbau ein Riesenwohnzimmer mit einem gigantischen Balkon. Aus der Wohnung zur rechten würde ich die beiden Küchen miteinander verbinden und eine Kochinsel in die Mitte stellen. Platz genug für einen großen Tisch wäre dann auch. Feste würde ich dann feiern, wie die Welt noch nicht gesehen hat, und ich würde all meine Freunde bekochen!&lt;br&gt;&lt;br&gt;Träume... Deshalb auch das &quot;eigentlich&quot;. Denn, seien wir ehrlich, Wohnungssuche in Hamburg ist die Pest und führt zu vorzeitiger Faltenbildung und stressbedingtem Haarausfall. Ich bekomme regelmäßig nach Studium der einschlägigen Wohnungssuchportale die Krätze und &lt;strike&gt;schmeiße entnervt das Handtuch&lt;/strike&gt; schließe meine zig Browsertabs mit einem lauten &quot;arrrrrrghhhhh!&quot;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Oder die Wohnungsbesichtigung. Hach ja, wer kennt das nicht? Die Wohnung selbst ist im dritten Stock, die Anwärter schlängeln sich durchs Treppenhaus bis zur nächsten Straßenecke. Logisch, dass da maximal 1-2 Paare zur Zeit hineingelassen werden, man will ja den Noch-Bewohnern nicht allzuviel zumuten. Oder der Neubau kurz vor der Stadtgrenze, mit zwar perfekter Aussicht über ein Stoppelfeld aber mit beschissener bis nichtvorhandener Anbindung. Weil die Stadt ja noch nicht wissen kann, dass dort binnen kurzer Zeit zigtausende Menschen einziehen werden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Deswegen sind wir noch immer &lt;a href=&quot;http://littlejamie.com/?id=1066&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;. Vielleicht sind unsere Vorstellungen ja auch jenseits von Gut und Böse, wer weiß? Vier helle Zimmer mit Balkon zur Sonnenseite an einer zentralen, aber dennoch ruhigen Straße für um die 1000 €? Am besten warm? Ihr lacht. OK, ich verstehe, also doch weltfremd. Seufz.&lt;br&gt;&lt;br&gt;So nützt es mir auch erstmal nichts, dass es solcherlei Hilfsportale gibt, wo man nicht nur seine Umzugskartons oder den Transporter bestellen kann, sondern auch Halteverbotsschilder und Wandfarbe. Tolle Sache das, nur werde ich das in absehbarer Zeit leider nicht nutzen können. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;</description>
		</item>
		<item>
			<title>Resonanz</title>
			<link>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1118</link>
			<guid>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1118</guid>
			<pubDate>Mon, 15 Apr 2013 14:23:27 GMT</pubDate>
			<description>&quot;Willst du mal was Spektakuläres sehen?&quot; fragt mich der Mann.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Er zeigt mir das Video eines Helikopters, der am Boden steht und aussieht, als würde er gleich starten. Ich denke gerade noch &quot;aha, und?&quot; als der Helikopter wie besessen beginnt zu schwanken und zu qualmen und sich dann binnen Sekunden komplett selbst zerschreddert, als wäre er aus Pappe. Es sieht aus, als hätte sich jemand mit einem überdimensionalen Dosenöffner daran ausgetobt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;video-container&quot;&gt;&lt;iframe width=&quot;640&quot; height=&quot;480&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/ztBGCesBudE?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Schuld an der Katastrophe ist die sogenannte &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Bodenresonanz&quot;&gt;Bodenresonanz&lt;/a&gt;. Unwucht, Schwingung, Eigenfrequenz, ihr wisst schon.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Zum Glück war das nur ein Test und es war niemand drin. In dem folgenden Video ist das ein klein wenig anders:&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;video-container&quot;&gt;&lt;iframe width=&quot;640&quot; height=&quot;480&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/0FeXjhUEXlc?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;Sachen gibt&apos;s...</description>
		</item>
		<item>
			<title>Hackkuchen rot-weiß mit Rahmchampignons</title>
			<link>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1117</link>
			<guid>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1117</guid>
			<pubDate>Sat, 13 Apr 2013 20:22:02 GMT</pubDate>
			<description>Man nehme eine Packung Knorr Fix für Hackbraten und dazu, wie auf der Packung vermerkt, 500 Gramm gemischtes Hack. Man übergehe die &lt;strike&gt;Koch&lt;/strike&gt;Zubereitungsanweisung für Hackbraten und gehe gleich zur Alternative &quot;Hackkuchen rot-weiß&quot; über, weil es spannender klingt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Sodann rühre man den Beutelinhalt in Wasser zu einer unansehnlichen gelblichen Pampe, kippe das Hackfleisch dazu und greife beherzt mit den Fingern hinein, um das eine mit dem anderen zu vermischen. Anschließend schneide man eine Paprika und eine Packung Schafskäse in Würfeln und mische sie unter.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Man versuche dann, die so entstandene Pampe mit Hilfe von hauseigenen Gewürzen zu optimieren, denn beim Probieren und Fingerablecken merkt man, dass sie nicht so richtig schmeckt. Es bieten sich an: Knoblauch, in Pulverform für den schnelleren Erfolg, Paprika, eine Prise Zucker, vielleicht Oregano, Basilikum oder Thymian, vielleicht Chili, auf jeden Fall eine gute Portion Gottesvertrauen oder Egalhaltung.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Man gebe den &quot;Teig&quot; in eine gefettete Springform oder wenn man feststellt, dass diese noch bei Freunden ist, in ein Muffinblech, denn damit hat man ja schon gute Erfahrungen gemacht. Auf die Muffins streue man einige Pinienkerne. Da man vorsorglich den Ofen auf bestimmt 250&#176;C vorgeheizt hat - so genau kann man das nicht sagen, denn der Ofen ist etwas übereifrig -, schiebe man nun das Muffinblech in die Mitte und stelle die Eieruhr auf 25 Minuten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Dann wasche man 500 Gramm braune Champignons unter der kalten Brause, tupfe sie ab und schneide sie in Scheiben für später.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Sogleich begebe man sich ins Wohnzimmer, um aus lauter Langeweile und weil der Mann am Rechner sitzt, auf seinem Nexus 7 Bubble Shooter zu spielen. Wenn die Eieruhr klingelt, spiele man noch schnell das Spiel zu Ende, schließlich hat man nur noch drei Farben.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Man begebe sich dann zurück in die Küche, die mittlerweile unter starkem Rauch steht, wuchte das Muffinblech aus dem Ofen und mache sich erstmal keine Gedanken darum, ob man die verkohlten Stücke noch wird essen können, denn jetzt sind die Rahmchampignons dran.&lt;br&gt;&lt;br&gt;In einer Pfanne erhitze man etwas Öl und dünste die Pilze darin. Anschließend gebe man kaltes Wasser und das Fix für Rahmchampignons hinzu und koche es kurz auf und dann für eine Minute fertig. Und weil&apos;s besser aussieht, gebe man noch schnell etwas gehackte Petersilie dazu.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Man richte die schwarzen Bällchen und die Pilzschlotze auf Tellern an, balanciere das Ganze ins Wohnzimmer zum Fernseher und bemerke spätestens nach dem dritten Bissen, dass es nach absolut nichts schmeckt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Filed under: Der Hunger treibt&apos;s nicht rein oder Das beschissenste Abendessen aller Zeiten</description>
		</item>
		<item>
			<title>Flies on the windscreen</title>
			<link>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1116</link>
			<guid>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1116</guid>
			<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 15:24:19 GMT</pubDate>
			<description>Zehn Jahre sind vergangen, zehn lange Jahre seit jener Schmach, die Gäste ungeduldig, der Priester nervös, das Brautkleid noch nicht abbezahlt... Zehn verdammte Jahre. Sie hat ihn seitdem nie wieder gesehen. Immer wieder sagt sie sich &quot;das Leben geht weiter&quot;, und auch ihr Therapeut rät ihr dazu, sich endlich zu lösen und ein neues Leben anzufangen. Aber sie ist nicht in der Lage gewesen, einen neuen Mann an ihrer Seite zuzulassen. Immer wieder diese Erinnerungen an ihn, an seine funkelnden grünen Augen und sein verschmitztes Lächeln. Nichts in der Welt könnte das je wiedergutmachen. Und niemand je seinen Platz einnehmen. Lieber allein, das ist ihre Devise.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Sie ist gern allein. Allein mit der traurigen Erinnerung und den unvollendeten Bildern und Gesprächen. Was sie ihm alles sagen, alles an den Kopf werfen würde, könnte sie ihn bloß einmal wiedersehen. Ein einziges Mal, damit sie das Buch endlich schließen kann, dieses Kapitel, von dem sie dachte, es könnte ihr Happy End werden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ein Schild rauscht in der Dämmerung an ihr vorbei: &quot;Trona 44, Ridgecrest 66&quot;. Noch drei Stunden bis Las Vegas. Sie zieht es vor, abends zu fahren, das macht die Wüstenhitze erträglicher. Die offenen Fenster lassen den Fahrtwind durch den Wagen wirbeln, doch der Asphalt trägt die aufgestaute Hitze ins Wageninnere.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Plötzlich ist ein Mann in der Ferne zu erahnen. Er ist noch ziemlich weit weg und sie ist sich zunächst nicht sicher, aber ihre Augen haben sie noch nie betrogen. Da ist ein Mann, der auf dem Highway läuft. Was um Himmels Willen macht er hier? Wo will er hin? Wieso ist er allein? Während sie auf ihn zufährt, überschlagen sich die Fragen in ihrem Kopf. Vor ihr liegt das Death Valley, und die Nacht bricht bald herein.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Mann zieht das linke Bein nach und geht sehr langsam. Irgendetwas an seinem Gang wirkt seltsam vertraut. Sie runzelt die Stirn. Nein, das kann nicht sein. Seine Kleidung ist zerlumpt, er ist offensichtlich schon eine Weile unterwegs. Die Füße sind mit schmutzigen Lappen umwickelt, Schuhe scheint er nicht zu haben. Das Blut am linken Fuß ist frisch.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Er hört das herannahende Auto, dreht sich um und winkt. Das Gesicht ist sonnengegerbt, die Haare verfilzt, doch seine Augen funkeln grün, selbst bei diesem schwachen Licht. Ihr Herz bleibt stehen. Sie atmet tief durch, bremst und kommt ein paar Meter vor ihm zum Stehen. Die Hände am Lenkrad wartet sie in Ruhe darauf, dass er sich ins Wageninnere beugt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&quot;Bitte&quot;, beginnt er. Seine Stimme ist rau und brüchig. &quot;Nehmen Sie mich mit, ich bin verletzt und brauche Hilf...&quot; Da erst blickt er in ihr Gesicht und verstummt. In seinen Augen Hoffnung, Panik, Freude, Unsicherheit. &quot;Hey...&quot; Sein unsicheres Lächeln entblößt einen fehlenden Frontzahn. &quot;Ich...&quot; Sie sieht ihn eine Weile schweigend an, nickt dann bedächtig und sagt &quot;Du musst dafür zahlen.&quot;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Zögernd und ohne den Blick von ihr zu wenden kramt er einen Lederbeutel hervor, den er unter der Kleidung um den Hals trägt. &quot;Dieser Ring ist alles, was ich habe. Er hat einen Riesen gekostet...&quot;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Sie lächelt, doch das Funkeln in ihren Augen ist für ihn nicht sichtbar, als sie erwidert &quot;Das ist nicht genug&quot;.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Und während sie die Bremse löst und den Wagen davonrollen lässt, fährt sie ganz langsam das Fenster wieder hoch.&lt;br&gt;</description>
		</item>
		<item>
			<title>Manchmal werde ich sehr müde</title>
			<link>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1115</link>
			<guid>http://www.littlejamie.com/index.php?id=1115</guid>
			<pubDate>Tue, 19 Mar 2013 23:43:33 GMT</pubDate>
			<description>Schreibkurs, erste Stunde.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Dozent: &quot;Das ist also eure Hausaufgabe: schreibt bitte einen sinnhaften Satz oder meinetwegen einen Absatz aus drei Sätzen mit allen Wörtern, die an der Tafel stehen. Aber bitte keine kilometerlangen Sätze wie Thomas Mann!&quot;&lt;br&gt;Teilnehmerin: &quot;Wer ist das?&quot;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Mir dünkt, ich bin im falschen Kurs gelandet. Aber ich will nicht voreilig schließen.</description>
		</item>
	</channel>
</rss>