On the Bible!

Auf meinem Ritt durchs Internet poppte heute “Sag’s mit einem Lächeln” auf, eine Tumblr-Seite, die Aussagen von (CDU und CSU-)Politikern und Politikerinnen sammelt, die sich auf die eine oder andere besonders schlaue und durchdachte Art und Weise zum Thema Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare äußern.

Laut schreien können sie. Und immer schön die Bibel nennen, dort steht doch auf jeden Fall, was man darf und was nicht, was zu begrüßen und was Sünde ist. Ist doch so, oder? ODER???

Nun ja. Diese Seite zeigt ziemlich eindeutig, was man von dem halten kann, was so in der Bibel verboten ist (speziell im Levitikus). Ich hab mal ein paar besondere Perlen rausgepickt.

“Failing to include salt in offerings to God” (2:13)
Ja nee, ist ja auch… Opfergaben ohne Salz, wer macht denn sowas? DAS SCHMECKT DOCH NICHT!!!

“Eating fat” (3:17) und “Eating blood” (ebenda)
Dascha zu blöd für alle Gourmets, nech? Adieu Datteln im Speckmantel, adieu Boudin Noir, es war schön mit euch *schnief*

“Going to church within 33 days after giving birth to a boy” (12:4)
“Going to church within 66 days after giving birth to a girl” (12:5)
Was soll das eigentlich bedeuten? Mädchenreste kleben doppelt so lange an der frischgebackenen Mutter wie Jungenreste? Grandiose Vorstellung.

Ach ja, Sexregeln. Toll. Aber hey, Frauen können sich da entspannt zurücklehnen, die Regeln scheinen nur für die Männer zu gelten:
“Having sex with your mother” (18:7)
“Having sex with your father

flattr this!

4 Comments Write a comment

  1. Ach, ja, die Bibel. Wenn die, dir sich auf sie berufen, sie mal richtig gelesen hätten. Aber schon Oma wusste, dass man seine Nase nicht zu tief da rein Stecken sollte, sonst tauchen da für heutige Verhältnisse seltsame Sachen auf.
    Oder die Herrschaften hätten mitbekommen, dass man als Christ (hey, CDU) Jesu Gebote über alles stellen darf. Aber Nächstenliebe und Homophobie gehen irgendwie nicht so gut miteinander.
    Guter Beitrag, danke.

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  2. Sehr schön auch das Meeresfrüchteverbot:

    Leviticus 11:9-10:

    These you may eat, of all that are in the waters. Everything in the waters that has fins and scales, whether in the seas or in the rivers, you may eat.
    But anything in the seas or the rivers that has not fins and scales, of the swarming creatures in the waters and of the living creatures that are in the waters, is detestable to you.

    Schade, keine Krabbenbrötchen mehr…

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  3. Die Bibel in der heutigen Zeit
    Das Wort Gottes ist ewig und unabänderlich!

    Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten Ratschläge erteilt, die sie in ihrer Show anrufen. Kürzlich sagte sie, als achtsame Christin, dass Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet werden kann, da diese nach Leviticus 18:22 ein Greuel wäre.

    Der folgende Text ist ein offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura Schlessinger, der im Internet verbreitet wurde.

    Liebe Dr. Laura Schlessinger

    Vielen Dank, daß Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Greuel handelt. Ende der Debatte.

    Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind:

    a) Wenn ich auf dem Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Leviticus 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

    b) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

    c) Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

    d) Leviticus 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?

    e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?

    f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Greuel darstellt (Leviticus 11:10), sei es ein geringeres Greuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?

    g) In Leviticus 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt

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