Mai 2012
Und wovon träumst du nachts?
21.05.12 07:01 | Kommentare: 0
Geträumt, ich sei bei meinen Eltern und hätte dort übernachtet, warum, weiß ich nicht. Es wirkte normal, so als wohnte ich noch dort.
Ich musste früh aufstehen, denn ich flog irgendwohin. Berlin? Der Wecker klingelte um halb sieben, ich hatte eine Stunde Zeit für duschen, packen, fertigmachen.
Im Badezimmer sah jedoch einiges anders aus. Sie hatten renoviert und den Duschvorhang zwar wieder angehängt, aber viel zu hoch und zu weit weg, so dass ich nicht hätte duschen können, ohne das Bad komplett unter Wasser zu setzen. Ich hasse sowas, das hemmt mich. Also versuchte ich die Stange ein bisschen zu verrücken, mehr in Richtung der Badewanne zu ziehen. Sie glitt von der Wand ab und schrumpfte vor meinen Augen, bis ich nur noch einen Stummel in den Händen hielt.
Völlig verwirrt und verzweifelt — die Zeit schritt voran, ich musste ja noch packen, mein Flug ging bald — versuchte ich, diesen Stummel in die Länge zu ziehen. Das IST doch eine Teleskopstange. Oder nicht? Mein Blick wanderte umher, ich entdeckte noch mehr, was als Duschstange hätte herhalten können, aber alles erwies sich als nicht praktikabel. Die innere Uhr tickte. Fragen in meinem Kopf. Wieviel Zeit habe ich nochmal? Wann muss ich am Flughafen sein?
Und irgendwann stand sie plötzlich in der Ecke, die richtige Duschstange, die scheinbar nur darauf gewartet hatte, dass ich sie endlich entdecke. Ich klemmte sie in die Wand, justierte hier und da noch ein wenig — und stellte fest, dass mein Flieger genau jetzt geht.
Ich musste früh aufstehen, denn ich flog irgendwohin. Berlin? Der Wecker klingelte um halb sieben, ich hatte eine Stunde Zeit für duschen, packen, fertigmachen.
Im Badezimmer sah jedoch einiges anders aus. Sie hatten renoviert und den Duschvorhang zwar wieder angehängt, aber viel zu hoch und zu weit weg, so dass ich nicht hätte duschen können, ohne das Bad komplett unter Wasser zu setzen. Ich hasse sowas, das hemmt mich. Also versuchte ich die Stange ein bisschen zu verrücken, mehr in Richtung der Badewanne zu ziehen. Sie glitt von der Wand ab und schrumpfte vor meinen Augen, bis ich nur noch einen Stummel in den Händen hielt.
Völlig verwirrt und verzweifelt — die Zeit schritt voran, ich musste ja noch packen, mein Flug ging bald — versuchte ich, diesen Stummel in die Länge zu ziehen. Das IST doch eine Teleskopstange. Oder nicht? Mein Blick wanderte umher, ich entdeckte noch mehr, was als Duschstange hätte herhalten können, aber alles erwies sich als nicht praktikabel. Die innere Uhr tickte. Fragen in meinem Kopf. Wieviel Zeit habe ich nochmal? Wann muss ich am Flughafen sein?
Und irgendwann stand sie plötzlich in der Ecke, die richtige Duschstange, die scheinbar nur darauf gewartet hatte, dass ich sie endlich entdecke. Ich klemmte sie in die Wand, justierte hier und da noch ein wenig — und stellte fest, dass mein Flieger genau jetzt geht.
Was ich heute nicht getan habe
20.05.12 18:40 | Kommentare: 4
* nach draußen gehen
* in der Sonne sitzen
* radeln
* spazieren
* grillen
* im See baden
* Tischtennis spielen
* einen Beachclub besuchen
* mit Freunden treffen
* ein Buch lesen
* Musik hören
* genug trinken
* Alkohol trinken
* mit irgendjemandem telefonieren
* Briefe oder Mails schreiben
* früh aufstehen
* Sport
* mich großartig weit vom Schreibtisch wegbewegen
Stelle fest, dass ich nur am Rechner so richtig glücklich bin, die rechte Hand auf der Maus und die linke auf der Tastatur, Twitter, Facebook, das Internet vor Augen. Manchmal braucht es nicht mehr.
Und gleich kochen. Immerhin.
* in der Sonne sitzen
* radeln
* spazieren
* grillen
* im See baden
* Tischtennis spielen
* einen Beachclub besuchen
* mit Freunden treffen
* ein Buch lesen
* Musik hören
* genug trinken
* Alkohol trinken
* mit irgendjemandem telefonieren
* Briefe oder Mails schreiben
* früh aufstehen
* Sport
* mich großartig weit vom Schreibtisch wegbewegen
Stelle fest, dass ich nur am Rechner so richtig glücklich bin, die rechte Hand auf der Maus und die linke auf der Tastatur, Twitter, Facebook, das Internet vor Augen. Manchmal braucht es nicht mehr.
Und gleich kochen. Immerhin.
Echo
16.05.12 00:26 | Kommentare: 17
Ich feede seit einiger Zeit meine Blogbeiträge in Twitter und in Facebook, um — nun ja, was soll ich lang drumrum lügen — um einfach mehr Reichweite zu haben. Ich bin mir darüber bewusst, dass mich quasi niemand liest, dass mein Blog, obwohl schon so lange dabei, kaum jemand kennt (Jamie who?). Klar, die paar Menschen, die mich persönlich kennen, und die anderen paar, die vielleicht von früher übriggeblieben sind, die sind zwar da, aber die machen leider keine Reichweite. In Klout- und sonstwas-Score will ich das lieber nicht ausdrücken.
Also Twitter und Facebook. Anfangs noch über Networkedblogs, aber irgendwie hat mir die Einbindung nicht so ganz gefallen, also verzichte ich seit ca zwei Monaten darauf und verbreite jeden Blogpost händisch. Und auch wenn ich meistens nachts blogge, weil ich dann mehr Ruhe im Hintern habe, so merke ich dennoch eine Art von Response. Sei es durch Retweets und — seltener — Favsterne bei Twitter oder durch Likes und Kommentare bei Facebook. Nur meistens bleibt das Blog kommentarlos. Die meisten begnügen sich damit, bei Facebook den Daumen hochzuhalten, und machen sich nicht mehr die Mühe, mir hier im Kommentarfeld was zu schreiben und dann auch noch diese unsägliche Kontrollzahl zu notieren, nur um zu beweisen, dass sie aus Fleisch und Blut und nicht aus Bits und Bytes sind.
Kann ich verstehen. So ein Like-Button oder ein Fav-Stern ist schnell geklickt, da macht man nicht viel Aufhebens, muss nicht noch seine Meinung kundtun oder gar in Diskussion mit anderen treten, die womöglich nicht die eigene Meinung vertreten... Im Grunde genommen ist das wie der Punkt, den ich selbst häufig unter Beiträge setze, wenn mein Kommentar eigentlich lauten würde "Jo, seh ich genauso". Easy-peasy, zack! den Stern oder den Daumen drunter, fertig. Der andere wird schon verstehen, dass man seiner Meinung ist.
Das Problem ist allerdings,also einmal abgesehen davon, dass sich mein Blog furchtbar ängstigt wenn man es alleine lässt und ich bestimmt gleich anfange, was von Einhörnern und Glitzer zu reden, wenn man mich nicht stoppt, dass das Blog dann aussieht wie eine verlassene Geisterstadt aus dem Wilden Westen, durch die hier und da das Tumbleweed rollt und wo die Saloontüren quietschen. Es sieht einfach scheiße aus, wenn man sich einen Wolf schreibt und keine Sau kommentiert das. Weiß nicht, ob das daran liegt, dass es einfach keine Sau interessiert, was ich so zu sagen habe (kann ja auch sein) oder daran, dass ihr euch alle nicht traut, weil meine Themen so kontrovers sind. Ja, ich weiß, sind sie nicht. Ich würde mich trotzdem über Kommentare freuen. Ganz ehrlich.
So entsteht denn also auch die folgende Frage: wie seht ihr das, wie handhabt ihr es? Ihr anderen Blogbetreiber, die ihr eure Posts in Twitter und Facebook verbreitet. Wo habt ihr die Response lieber, in den flüchtigen Kanälen oder im Blog?
Dazu fällt mir Sascha Lobo ein, der nicht zuletzt auf der re:publica zum Bloggen aufrief, denn das eigene (am besten selbstgehostete) Blog ist etwas, was uns keiner nehmen kann, im Gegensatz zu Diensten wie Twitter, Facebook, Tumblr, Posterous und wie sie nicht alle heißen, die eines Tages plötzlich von irgendeinem anderen ebenso flüchtigen Dienst aufgekauft und geschlossen oder zumindest kaputt gemacht werden können. Ja zum Blog. Sag ich ja jetzt auch neuerdings wieder. Und hätte gern mehr Kommentare. Und zwar direkt hier. Aber mich mag ja keiner *heul*
Also Twitter und Facebook. Anfangs noch über Networkedblogs, aber irgendwie hat mir die Einbindung nicht so ganz gefallen, also verzichte ich seit ca zwei Monaten darauf und verbreite jeden Blogpost händisch. Und auch wenn ich meistens nachts blogge, weil ich dann mehr Ruhe im Hintern habe, so merke ich dennoch eine Art von Response. Sei es durch Retweets und — seltener — Favsterne bei Twitter oder durch Likes und Kommentare bei Facebook. Nur meistens bleibt das Blog kommentarlos. Die meisten begnügen sich damit, bei Facebook den Daumen hochzuhalten, und machen sich nicht mehr die Mühe, mir hier im Kommentarfeld was zu schreiben und dann auch noch diese unsägliche Kontrollzahl zu notieren, nur um zu beweisen, dass sie aus Fleisch und Blut und nicht aus Bits und Bytes sind.
Kann ich verstehen. So ein Like-Button oder ein Fav-Stern ist schnell geklickt, da macht man nicht viel Aufhebens, muss nicht noch seine Meinung kundtun oder gar in Diskussion mit anderen treten, die womöglich nicht die eigene Meinung vertreten... Im Grunde genommen ist das wie der Punkt, den ich selbst häufig unter Beiträge setze, wenn mein Kommentar eigentlich lauten würde "Jo, seh ich genauso". Easy-peasy, zack! den Stern oder den Daumen drunter, fertig. Der andere wird schon verstehen, dass man seiner Meinung ist.
Das Problem ist allerdings,
So entsteht denn also auch die folgende Frage: wie seht ihr das, wie handhabt ihr es? Ihr anderen Blogbetreiber, die ihr eure Posts in Twitter und Facebook verbreitet. Wo habt ihr die Response lieber, in den flüchtigen Kanälen oder im Blog?
Dazu fällt mir Sascha Lobo ein, der nicht zuletzt auf der re:publica zum Bloggen aufrief, denn das eigene (am besten selbstgehostete) Blog ist etwas, was uns keiner nehmen kann, im Gegensatz zu Diensten wie Twitter, Facebook, Tumblr, Posterous und wie sie nicht alle heißen, die eines Tages plötzlich von irgendeinem anderen ebenso flüchtigen Dienst aufgekauft und geschlossen oder zumindest kaputt gemacht werden können. Ja zum Blog. Sag ich ja jetzt auch neuerdings wieder. Und hätte gern mehr Kommentare. Und zwar direkt hier. Aber mich mag ja keiner *heul*
Mein Freund der Baum oder Berliner Nostalgie
15.05.12 21:52 | Kommentare: 3
Da lese ich was vom Abriss des alten, versifften S-Bahnhofs Warschauer Straße und bekomme spontan Nostalgie. Warschauer Straße, das war doch der Bahnhof, wo wir damals ausstiegen, 2005, um zur Blogmich zu gelangen. Ich erinnere mich nur vage daran, die Brücke über der Spree, die East Side Gallery, diese kalte, zugige Halle, die schlecht ausgeleuchtet war, mein Blog in Rosa ausgedruckt und an die Wand gepinnt, neben den hundert anderen, die noch zugegen waren.
Ein paar Jahre zuvor war ich auch in Berlin, 1995 und 1996 um genau zu sein. Der Potsdamer Platz war eine riesige Baustelle mit Brachlandcharakter (oder war es umgekehrt?), und wir wohnten weit im Osten, in der Platte. Wir fuhren mit der S-Bahn vom Alex über Ostkreuz nach Hohenschönhausen, die Wohnung lag im 10. Stock mit großartigem Blick über die weiten Alleen des sozialistischen Arbeiterstaates, hatte einen Fahrstuhl mit laut zuknallender Tür und diese doppelten Balkontüren, die ich aus Rumänien kannte.
Auch daran habe ich nur noch schemenhafte Erinnerungen, woran ich mich aber sehr lebhaft erinnere, ist folgendes: auf dem Bahnsteig der S-Bahn-Station Ostkreuz, Richtung Marzahn/Wartenberg, wenn man in Fahrtrichtung links saß, konnte man auf dem Bahnsteig einen Baum sehen. Einen echten, wahrhaften Baum (es mag eine Pappel gewesen sein oder eine Birke), der aus dem Pflasterstein wuchs und durchaus schon einige Jährchen auf dem Buckel hatte. Ich wollte immer ein Bild machen. Wie das so ist, wurde nichts daraus.
Ich habe ihn nie vergessen. Als ich vor zwei Jahren zu meiner ersten re:publica in Berlin war, bin ich dann zum Ostkreuz gefahren. Habe die S-Bahn genommen, mich so positioniert, als würde ich nach Hohenschönhausen fahren, und nach links geguckt. Nichts. Er ist weg. Und zwar so, als hätte es ihn nie gegeben, meinen Bahnsteigbaum. Der Bahnsteig sieht aus wie jeder andere Außenbahnsteig, die kleinen Pflastersteine weisen keinerlei Spuren eines abgesägten Baumes auf, keinen Hubbel, der auf unterirdisches Wurzelwerk hindeutete, nada, niente, nitschewo. Und ich habe gut und gerne zwanzig Minuten auf diesem verwinkelten Bahnhof verbracht, bin rauf und wieder runter gegangen, habe von oben geguckt, bin nah ran gegangen, habe mehrfach die Seite gewechselt. Nope.
Ihr Schweine, ihr habt meinen Baum getötet!
Erinnert sich eigentlich außer mir noch jemand an den Baum? Ich komm mir schon komisch vor, so als einzige. Einfach melden, das verschafft mir ruhige Nächte.
Ein paar Jahre zuvor war ich auch in Berlin, 1995 und 1996 um genau zu sein. Der Potsdamer Platz war eine riesige Baustelle mit Brachlandcharakter (oder war es umgekehrt?), und wir wohnten weit im Osten, in der Platte. Wir fuhren mit der S-Bahn vom Alex über Ostkreuz nach Hohenschönhausen, die Wohnung lag im 10. Stock mit großartigem Blick über die weiten Alleen des sozialistischen Arbeiterstaates, hatte einen Fahrstuhl mit laut zuknallender Tür und diese doppelten Balkontüren, die ich aus Rumänien kannte.
Auch daran habe ich nur noch schemenhafte Erinnerungen, woran ich mich aber sehr lebhaft erinnere, ist folgendes: auf dem Bahnsteig der S-Bahn-Station Ostkreuz, Richtung Marzahn/Wartenberg, wenn man in Fahrtrichtung links saß, konnte man auf dem Bahnsteig einen Baum sehen. Einen echten, wahrhaften Baum (es mag eine Pappel gewesen sein oder eine Birke), der aus dem Pflasterstein wuchs und durchaus schon einige Jährchen auf dem Buckel hatte. Ich wollte immer ein Bild machen. Wie das so ist, wurde nichts daraus.
Ich habe ihn nie vergessen. Als ich vor zwei Jahren zu meiner ersten re:publica in Berlin war, bin ich dann zum Ostkreuz gefahren. Habe die S-Bahn genommen, mich so positioniert, als würde ich nach Hohenschönhausen fahren, und nach links geguckt. Nichts. Er ist weg. Und zwar so, als hätte es ihn nie gegeben, meinen Bahnsteigbaum. Der Bahnsteig sieht aus wie jeder andere Außenbahnsteig, die kleinen Pflastersteine weisen keinerlei Spuren eines abgesägten Baumes auf, keinen Hubbel, der auf unterirdisches Wurzelwerk hindeutete, nada, niente, nitschewo. Und ich habe gut und gerne zwanzig Minuten auf diesem verwinkelten Bahnhof verbracht, bin rauf und wieder runter gegangen, habe von oben geguckt, bin nah ran gegangen, habe mehrfach die Seite gewechselt. Nope.
Ihr Schweine, ihr habt meinen Baum getötet!
Erinnert sich eigentlich außer mir noch jemand an den Baum? Ich komm mir schon komisch vor, so als einzige. Einfach melden, das verschafft mir ruhige Nächte.
Tagebuchbloggen 10. Mai 2012
10.05.12 14:59 | Kommentare: 0
Restlessness. Bin momentan viel auf Achse. Ägypten, Rom, Helgoland, Berlin, Frankfurt, Köln, New York. Meinetwegen kann das immer so weitergehen, Jetsetter, immer mit dem Köfferchen in der Hand, welches Buch kauf ich mir am Flughafen nehm ich mir mit, ankommen - einchecken - auspacken - Ort erkunden, abends ein kühles Bier im Straßencafé vorm Hotel, am Morgen Sonnenaufgang vom Bett aus, mit den Zehen wackeln und glücklich sein.
Stattdessen ein Sommer und eine Arbeit, die beides nicht so richtig in Fahrt kommen wollen. Fragt sich, was schlimmer ist.
*
Wurde vor kurzem mehrfach gefragt, warum ich nicht blogge. Gute Frage. Ich bin mir noch ein oder mehrere Ägypten-Beiträge schuldig, einer zur Klassenfahrt auf die Insel ist auch schon angefangen, zum Rom-Wochenende wollte ich auch noch was schreiben... Überforderung galore. Worte ey. Bandsalat. Synapsenverhedderung. Quatsch im Kopf, der sich nicht in Worte packen lässt.
Und dann Berlin. Diese Stadt haut mich jedesmal aus den Socken. Gleißender Sonnenschein ohne Sonnenbrille, viel zu starker Kaffee auf leeren Magen, Barfußlaufen auf heißem Asphalt, gingeschwängerte Tweets von Kneipenklos, im Morgengrauen an einer verregneten Straßenkreuzung stehen und sich nicht um die Kälte kümmern, und gleichzeitig debil grinsen und sich wie ein Kind freuen, jeden Augenblick genießen und hoffen, dass er nie zu Ende geht. Manmanman, Berlin, was machst du da immer mit mir? Aber schee ists... Immer immer wieder.
*
Und dann hab ich neulich die innere Rampensau glücklich gemacht: Moderation der Frühlingslesung von Isa und Maximilian. Habe nun Blut geleckt. Dem kleinen Teufel leuchten die Augen, während er sich die Hände reibt und nach weiteren Profilierungsmöglichkeiten Ausschau hält. Was kann ich denn als Nächstes mal moderieren? Oder, wie ich Lady Grey noch am selben Abend sagte: "Dann muss ich eben lesen!"
Dafür muss ich mehr schreiben. Wir drehen uns im Kreis.
Stattdessen ein Sommer und eine Arbeit, die beides nicht so richtig in Fahrt kommen wollen. Fragt sich, was schlimmer ist.
*
Wurde vor kurzem mehrfach gefragt, warum ich nicht blogge. Gute Frage. Ich bin mir noch ein oder mehrere Ägypten-Beiträge schuldig, einer zur Klassenfahrt auf die Insel ist auch schon angefangen, zum Rom-Wochenende wollte ich auch noch was schreiben... Überforderung galore. Worte ey. Bandsalat. Synapsenverhedderung. Quatsch im Kopf, der sich nicht in Worte packen lässt.
Und dann Berlin. Diese Stadt haut mich jedesmal aus den Socken. Gleißender Sonnenschein ohne Sonnenbrille, viel zu starker Kaffee auf leeren Magen, Barfußlaufen auf heißem Asphalt, gingeschwängerte Tweets von Kneipenklos, im Morgengrauen an einer verregneten Straßenkreuzung stehen und sich nicht um die Kälte kümmern, und gleichzeitig debil grinsen und sich wie ein Kind freuen, jeden Augenblick genießen und hoffen, dass er nie zu Ende geht. Manmanman, Berlin, was machst du da immer mit mir? Aber schee ists... Immer immer wieder.
*
Und dann hab ich neulich die innere Rampensau glücklich gemacht: Moderation der Frühlingslesung von Isa und Maximilian. Habe nun Blut geleckt. Dem kleinen Teufel leuchten die Augen, während er sich die Hände reibt und nach weiteren Profilierungsmöglichkeiten Ausschau hält. Was kann ich denn als Nächstes mal moderieren? Oder, wie ich Lady Grey noch am selben Abend sagte: "Dann muss ich eben lesen!"
Dafür muss ich mehr schreiben. Wir drehen uns im Kreis.
