Februar 2005
Gefühlte 20
22.02.05 10:20 | Kommentare: 0
Ich seh heute aus wie Wencke Myhre in dem 70er-Jahre-Film "Unsere Pauker gehen in die Luft".Nicht ganz so kurzberockt, aber die Haare habe ich genauso.
Mir war danach.
Und jetzt singen alle mit: "Ich will 'nen Cowboy als Mann..."
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[Mir ist bewusst, dass das oben erwähnte Lied nichts mit Wencke Myhre zu tun hat, aber beim Suchen des obigen Bildes bin ich auf diverse Kuriositäten aus dem Jahrzenht der Miniröcke getoßen, und da war eben Gitte Haening mit dem Cowboylied auch bei. So schnell schafft man Verbindungen]
Strange encounters (2)
18.02.05 15:41 | Kommentare: 0
Gestern, nach einem erfolgreichen Zahnarztbesuch, begegnete mir auf dem Weg zur U-Bahn K., seines Zeichens einer von zweien Zwillingsbrüdern. Wir waren mal zusammen zur Schule gegangen (das ist sehr lange her), und irgendwie kreuzten sich unsere Wege seitdem immer wieder.
Ich also den Mann angewunken und ins Gespräch verwickelt (wie geht's dir, was machst du... das Übliche). Wir schnackten über Gott und die Welt, er erinnerte sich sogar noch daran, dass ich in einer InternetFirma arbeite, ich war gerührt.
Irgendwann sagt er: "Komm, gib mir mal deine Handynummer!" Ich dachte noch "äh, die hast du doch?!? Du hast mich doch schon mal angerufen???", gab sie ihm aber trotzdem und nahm es ihm gar nicht übel, dass er meinen Namen nicht (mehr?) kannte. Kein Problem, das kann mal passieren.
Ich musste natürlich auch ein klein wenig angeben und erzählte ihm, dass ich ja seine Nummer noch hätte und zeigte ihm den Eintrag in meinem Handy. Just in jenem Moment meldete sich eine kleine, feine, leise Stimme in meinem Kopf, der ich aber nicht weiter Beachtung schenkte.
Er sah den Eintrag und sagte "Das ist mein Bruder." Und ich wusste in dem Moment, dass ich gar nicht K., sondern O. vor Augen hatte.
Wo, bitte, ist in solchen Momenten die Grube, die einen mit offenen Armen empfängt und nie wieder dem Tageslicht preisgibt? Ich wäre freiwillig in sie gegangen.
Das ist nämlich so: während der Schule hatte ich mit keinem von beiden großartig etwas zu tun, aber danach fing ich an, K. zu treffen, sozusagen alle Jahre wieder, mal in 'ner Kneipe, mal auf dem Weg nach Hause... Doch den Bruder O. nie.
Und mit K. besprach ich alles Mögliche, wir tauschten Nummern aus, er rief mich sogar mal an wegen irgendwas. Und nun dies.
Aber bei alledem frage ich mich: woher weiß denn O., dass ich in einer InternetFirma arbeite??? Hab ich ihn doch mal getroffen und wusste es nicht?
Seltsam...
[Ach ja, das Strange encounters Nr. 1 war hier - für alle, die die Statistiken im Auge behalten...]
Ich also den Mann angewunken und ins Gespräch verwickelt (wie geht's dir, was machst du... das Übliche). Wir schnackten über Gott und die Welt, er erinnerte sich sogar noch daran, dass ich in einer InternetFirma arbeite, ich war gerührt.
Irgendwann sagt er: "Komm, gib mir mal deine Handynummer!" Ich dachte noch "äh, die hast du doch?!? Du hast mich doch schon mal angerufen???", gab sie ihm aber trotzdem und nahm es ihm gar nicht übel, dass er meinen Namen nicht (mehr?) kannte. Kein Problem, das kann mal passieren.
Ich musste natürlich auch ein klein wenig angeben und erzählte ihm, dass ich ja seine Nummer noch hätte und zeigte ihm den Eintrag in meinem Handy. Just in jenem Moment meldete sich eine kleine, feine, leise Stimme in meinem Kopf, der ich aber nicht weiter Beachtung schenkte.
Er sah den Eintrag und sagte "Das ist mein Bruder." Und ich wusste in dem Moment, dass ich gar nicht K., sondern O. vor Augen hatte.
Wo, bitte, ist in solchen Momenten die Grube, die einen mit offenen Armen empfängt und nie wieder dem Tageslicht preisgibt? Ich wäre freiwillig in sie gegangen.
Das ist nämlich so: während der Schule hatte ich mit keinem von beiden großartig etwas zu tun, aber danach fing ich an, K. zu treffen, sozusagen alle Jahre wieder, mal in 'ner Kneipe, mal auf dem Weg nach Hause... Doch den Bruder O. nie.
Und mit K. besprach ich alles Mögliche, wir tauschten Nummern aus, er rief mich sogar mal an wegen irgendwas. Und nun dies.
Aber bei alledem frage ich mich: woher weiß denn O., dass ich in einer InternetFirma arbeite??? Hab ich ihn doch mal getroffen und wusste es nicht?
Seltsam...
[Ach ja, das Strange encounters Nr. 1 war hier - für alle, die die Statistiken im Auge behalten...]
Meinungen
14.02.05 17:55 | Kommentare: 4
Zwei Diätgeschädigte:
Er (Weight Watchers): "Ich koche heute Abend. Pizza ohne Käse."
Sie (Low Carb): "Du solltest lieber den Teig weglassen."
Er (Weight Watchers): "Ich koche heute Abend. Pizza ohne Käse."
Sie (Low Carb): "Du solltest lieber den Teig weglassen."
Weise
10.02.05 15:24 | Kommentare: 8
Das Unehrlichste im Leben ist die Art und Weise, wie dieses endet.
Ich meine... das Leben ist schwer. Und es nimmt einen die ganze Zeit in Anspruch. Und was bekommt man am Ende? Den Tod. Was soll das sein, ein Bonus?
Ich denke, der Kreis des Lebens sollte andersrum sein.
Zuerst sollte man sterben, aus dem Weg gehen. Dann sollte man in einem Altersheim zu wohnen beginnen. Von da wird man rausgeworfen weil man zu gesund geworden ist, man geht und bekommt seine Rente und dann, wenn man anfängt zu arbeiten, bekommt man eine goldene Uhr am ersten Arbeitstag.
Dann arbeitet man vierzig Jahre lang, bis man jung genug ist, um sich über seine Pensionierung zu freuen.
Man fängt an zu trinken, geht zu Parties, ist irgendwann bereit für die Schule. Anschließend Grundschule, man wird zum Kind, spielt, hat keine Verantwortung, wird dann zum Baby.
Und dann das Höchste: die letzten neun Monate verbringt man schwebend mit allen Komforts (wie Zentralheizung, Bad, Zimmerservice), um am Ende in einem Orgasmus zu enden!
Amen.
[Vielen Dank an die bucklige Verwandtschaft aus fernen Ländern, die mir dieses bemerkenswerte Stück Lebensweisheit hat zukommen lassen.]
Ich meine... das Leben ist schwer. Und es nimmt einen die ganze Zeit in Anspruch. Und was bekommt man am Ende? Den Tod. Was soll das sein, ein Bonus?
Ich denke, der Kreis des Lebens sollte andersrum sein.
Zuerst sollte man sterben, aus dem Weg gehen. Dann sollte man in einem Altersheim zu wohnen beginnen. Von da wird man rausgeworfen weil man zu gesund geworden ist, man geht und bekommt seine Rente und dann, wenn man anfängt zu arbeiten, bekommt man eine goldene Uhr am ersten Arbeitstag.
Dann arbeitet man vierzig Jahre lang, bis man jung genug ist, um sich über seine Pensionierung zu freuen.
Man fängt an zu trinken, geht zu Parties, ist irgendwann bereit für die Schule. Anschließend Grundschule, man wird zum Kind, spielt, hat keine Verantwortung, wird dann zum Baby.
Und dann das Höchste: die letzten neun Monate verbringt man schwebend mit allen Komforts (wie Zentralheizung, Bad, Zimmerservice), um am Ende in einem Orgasmus zu enden!
Amen.
[Vielen Dank an die bucklige Verwandtschaft aus fernen Ländern, die mir dieses bemerkenswerte Stück Lebensweisheit hat zukommen lassen.]
Durst
07.02.05 15:39 | Kommentare: 0
Neuerdings sind bei uns im Büro die Wasserflaschen aus dem Angebot genommen. Weil das nicht gut für uns ist. Oder zu teuer. Egal. Wir verdursten trotzdem.
Jetzt wurde, dank einer Initiative von ich weiß nicht wem, eine Aktion ins Leben gerufen: Zahl 90 Cent und du kannst trinken. Volvic. Wie gehabt.
Aber 90 Cent???
On the other hand, möchte ich mich täglich mit zwei Flaschen abschleppen, um 27 Cent zu sparen? Ist mir meine Arbeits- und Tragkraft nicht wenigstens soviel Wert?
Jetzt wurde, dank einer Initiative von ich weiß nicht wem, eine Aktion ins Leben gerufen: Zahl 90 Cent und du kannst trinken. Volvic. Wie gehabt.
Aber 90 Cent???
On the other hand, möchte ich mich täglich mit zwei Flaschen abschleppen, um 27 Cent zu sparen? Ist mir meine Arbeits- und Tragkraft nicht wenigstens soviel Wert?
Schummelpaket?
07.02.05 15:18 | Kommentare: 6
Heute bin ich müde. Ich seh auch nicht gut aus. Zwar nicht so schlecht wie vorletzte Woche, als ich Dienstag um vier und Freitag um fünf Uhr morgens erst ins Bett kam und mir die Kollegen (hach, die Lieben) bestätigten, dass sie sich erschrocken hätten, als sie mich sahen und ich selbst schon mit dem Satz im Kopf rumlief "Ich seh aus wie der Tod auf Latschen", aber dennoch. Schlecht.
Augen leicht gerötet, Haut durchscheinend und von sonst nie sichtbaren Äderchen durchzogen, Haare fühlen sich an wie schonmal dagewesen. Ich könnte an keinem Schönheitswettbewerb teilnehmen.
Und nun stellt sich mir die Frage: hätte ich mich schminken sollen? Abgesehen davon, dass ich verständlicherweise heute morgen nicht genug Zeit dazu gehabt hätte. Ich hab's halt vorgezogen, das Aufstehen ein klein wenig zu verschieben. Nur ein bisschen. So, dass ich gerade nicht mehr pünktlich um halb zehn im Büro ankam, aber trotzdem gerade noch rechtzeitig, um vor der "Wer-ist-um-zehn-vor-zehn-noch-nicht-da"-Prüfung (ja, ich weiß, Kindergarten) schon an meinem PC zu sitzen.
Ich glaub, ich schminke mich morgen. Wer weiß, wann ich heute ins Bett gehe? Vielleicht kann ich ja nicht einschlafen. Oder es kommt was ganz Tolles im Fernsehen, am besten auf N3 oder Arte. Alles schon gehabt. Hält einen lange auf, sowas. Und danach kann man nicht einschlafen, weil man sich Gedanken darüber macht.
Also schminken. Ich schmink mich nie. Außer, wenn ich weggeh. Und das nicht allzu spontan abläuft. Weil dann hab ich gar keine Möglichkeit dazu. Aber mit Plan und Vorbereitung schaffe ich es schon mal, mir Makeup ins Gesicht zu kleistern und mir Fliegenbeine um die Augen zu drapieren.
Aber muss das überhaupt sein?
Ich frage mich.
Augen leicht gerötet, Haut durchscheinend und von sonst nie sichtbaren Äderchen durchzogen, Haare fühlen sich an wie schonmal dagewesen. Ich könnte an keinem Schönheitswettbewerb teilnehmen.
Und nun stellt sich mir die Frage: hätte ich mich schminken sollen? Abgesehen davon, dass ich verständlicherweise heute morgen nicht genug Zeit dazu gehabt hätte. Ich hab's halt vorgezogen, das Aufstehen ein klein wenig zu verschieben. Nur ein bisschen. So, dass ich gerade nicht mehr pünktlich um halb zehn im Büro ankam, aber trotzdem gerade noch rechtzeitig, um vor der "Wer-ist-um-zehn-vor-zehn-noch-nicht-da"-Prüfung (ja, ich weiß, Kindergarten) schon an meinem PC zu sitzen.
Ich glaub, ich schminke mich morgen. Wer weiß, wann ich heute ins Bett gehe? Vielleicht kann ich ja nicht einschlafen. Oder es kommt was ganz Tolles im Fernsehen, am besten auf N3 oder Arte. Alles schon gehabt. Hält einen lange auf, sowas. Und danach kann man nicht einschlafen, weil man sich Gedanken darüber macht.
Also schminken. Ich schmink mich nie. Außer, wenn ich weggeh. Und das nicht allzu spontan abläuft. Weil dann hab ich gar keine Möglichkeit dazu. Aber mit Plan und Vorbereitung schaffe ich es schon mal, mir Makeup ins Gesicht zu kleistern und mir Fliegenbeine um die Augen zu drapieren.
Aber muss das überhaupt sein?
Ich frage mich.

